Ein guter Redner bringt sein Publikum zum Schweigen

Interview mit Goetz von Schlotheim zum Luther Campus Seminar <Bei Präsentationen Spuren hinterlassen>


Das Präsentieren von komplexen Inhalten vor Publikum gehört zum Alltag eines Wirtschaftsanwalts. Ob die eigene Botschaft bei den Zuhörern ankommt oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab: Ansprache, Aufbau und Körpersprache beeinflussen den Eindruck, den ein Redner beim Publikum hinterlässt.

Rene Borbonus, einer der wohl besten Rhetorik-Experten in Deutschland, vermittelt im Rahmen der Luther academy das Handwerkszeug für eine überzeugende Präsentation. Goetz von Schlotheim, Senior Associate bei Luther, profitierte bereits von seinen Tipps.

 

Herr von Schlotheim, hat das Seminar von René Borbonus bei Ihnen Spuren hinterlassen?

Auf jeden Fall. Es war schon das zweite Seminar, das ich von diesem Experten besucht habe. Damals lag der Fokus eher auf der Argumentation gegenüber einem Gesprächspartner, beispielsweise in Verhandlungssituationen. Diesmal stand die Präsentation von Inhalten in Form einer Rede vor Publikum im Mittelpunkt. René Borbonus schafft es bei seinen Veranstaltungen in bemerkenswerter Weise, Freude an der Sprache zu vermitteln und die Teilnehmer dafür zu begeistern.

Wie genau schafft er das?

Mit Herzblut für sein Thema und einem guten Mix aus Theorie und Praxis. Im Seminar haben wir Tipps, Checklisten und Do‘s & Dont‘s an die Hand bekommen. Darin wird zum Beispiel erklärt, wie eine gute Rede strukturiert sein sollte oder wie man einen gelungenen und unterhaltsamen Einstieg hinbekommt. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass ein guter Redner sein Publikum nicht zum Applaudieren, sondern zum Schweigen bringt – jedenfalls während der Rede.

Nach jedem Themenblock gab es dann praktische Übungen, sodass wir das gerade Gelernte auch direkt anwenden konnten. Wir haben uns unter anderem mit Körpersprache, Gestik und Stimme auseinandergesetzt. Außerdem gab es noch ein paar gute Tipps gegen Nervosität und Lampenfieber. Natürlich war das Ganze auch ziemlich arbeitsintensiv. Am Abend des ersten Seminartages hatten wir die Aufgabe, eine eigene Rede vorzubereiten und diese am nächsten Tag der Gruppe zu präsentieren.

Konnten Sie das Gelernte bereits im Arbeitsalltag bei Luther anwenden?

Ja, es gab schon zwei berufliche Situationen, in denen ich konkret von den Inhalten des Seminars profitiert habe. Zum einen konnte ich vor Kurzem im Rahmen eines Workshops bei der Bucerius Law School den Lateinamerika Desk von Luther vorstellen.

Zum anderen habe ich gemeinsam mit den Kollegen im Assessment ein fiktives Angebot im Rahmen des Senior Associate Programms präsentiert. Jeder Teilnehmer hatte die Aufgabe, vor einem Gremium bestehend aus Markus Sengpiel, Klaus Schaffner und Torsten Schneider, einen Teil des Angebots überzeugend darzulegen und sodann zu „verteidigen“. Bei der Vorbereitung der beiden Vorträge konnte ich stark auf die Inhalte aus dem Seminar zurückgreifen und war zufrieden mit den Ergebnissen.

Ich denke, dass es auch zukünftig im Arbeitsalltag viele Momente geben wird, in denen mir die Tipps von René Borbonus weiterhelfen, zum Beispiel bei Präsentationen vor Mandanten oder auch vor Kollegen. Eigentlich immer, wenn es darum geht, überzeugend Inhalte zu vermitteln. So würde sicher auch die Trauzeugenrede für den besten Freund davon profitieren.

Wem würden Sie das Seminar empfehlen?

Aus meiner Sicht eignet sich das Angebot ausdrücklich für alle: Sowohl für Kolleginnen und Kollegen, die meinen, noch Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Präsentation und Rhetorik zu sehen als auch für solche, die bereits viel Erfahrung mit Präsentationen vor großem und kleinen Publikum haben und ihre Fähigkeiten noch weiter ausbauen möchten.

Luther