Triathlon Steuerberaterprüfung

Dr. Zacharias-Alexis Schneider hat es geschafft! Er hat vor kurzem seine Steuerberaterprüfung erfolgreich absolviert. Wir gratulieren ganz herzlich und nutzen die Möglichkeit einen Einblick in den Ausbildungsweg eines Steuerberaters in einer Großkanzlei zu erhalten.

  • Die Steuerberaterprüfung gilt zu Recht als eine der härtesten und anspruchsvollsten Prüfungen Deutschlands. Wie gestaltete sich Ihr Weg durch diesen Triathlon aus Steuerrecht, VWL und BWL?
    Begleitet wurde der Weg von Fleiß, Beharrlichkeit und dem Selbstvertrauen, dass ich zu den weniger als 50% gehöre, die diese Prüfung rocken können.


    Einen Blick zurück - wie bei mir alles begann: Meine Vorbereitungen auf das Steuerberaterexamen begannen bereits Anfang 2015 und somit vor meinem Einstieg bei Luther. Das Augenmerk richtete ich zunächst an den Wochenenden vormerklich auf die Rahmenbedingungen der anstehenden Prüfungen – Prüfungsordnung, Stoffumfang, Ablauf der Prüfung, etc. – und die ersten tiefergehenden Einstiege in die Theorie. Ab Mai 2015 startete dann der 15-Wochen-Intensivkurs und somit die „12-Tage-Wochen“, an denen ich ganztags durch die Stoffmasse und das Klausurentraining geführt wurde, um mich dann endlich im Oktober den drei Klausuren stellen zu dürfen. Neben der Stofffülle – die man aus den juristischen Staatsexamina bereits kannte – forderte vor allem der enorme Zeitdruck. Nach der schriftlichen Prüfung habe ich mich wieder auf die praktische Arbeit und den Einstieg bei Luther gefreut. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse folgte im Dezember dann der „Weihnachtskurs“ zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Vor der mündlichen Prüfung nutzte ich einen Teil meines Urlaubs, um mich auf diese intensiv vorzubereiten.


    Neben dem eigenen Durchhaltevermögen ist man in dieser Zeit vor allem auf einen flexiblen Arbeitgeber angewiesen, der einem die notwendige Freistellung bieten kann. Mein Team bei Luther hat mich bei den Prüfungsvorbereitungen immer unterstützt. In den gängigen Vorbereitungskursen traf ich auf viele Kommilitonen aus kleineren Kanzleien, für die es nicht darstellbar war einen Mitarbeiter wie mich 3 Monate zu beurlauben. Beim Stoffvolumen der Steuerberaterprüfung kann dies schnell zum Nachteil werden.

  •  Haben Sie Lerntipps für die Prüfungsvorbereitung?
    Mir hat es sehr geholfen frühzeitig Übungsklausuren zu schreiben und das Korrekturangebot der gängigen Kursanbieter in Anspruch zu nehmen. Sind die Ergebnisse auch anfangs ernüchternd, erkennt man frühzeitig, wo es noch Nachholbedarf gibt. Darüber hinaus gibt dies einem die Gelegenheit, sich an den für Juristen ungewöhnlichen Klausurenstil zu gewöhnen. Durch die nachfolgende Auseinandersetzung mit den Lösungsvorschlägen – alleine oder im Rahmen von geführten Klausurbesprechungen – lernt man dem Anforderungsprofil gerecht zu werden.

  • Der gesetzliche Rahmen Ihrer Arbeit verändert sich ständig und die Bedingungen der Märkte, in denen Ihre Mandanten tätig sind, sind morgen selten noch die gleichen wie heute. Gibt es sowas wie einen Berufsalltag?
    Bei Luther sammeln sich regelmäßig sehr spezielle Fragestellungen aus der Steuerberatungspraxis. Die Auseinandersetzung mit „exotischen Themen“ gehört daher mehr zum Regel- als zum Ausnahmefall. Insoweit gewinnt man mit der Zeit Routine im Umgang mit außergewöhnlichen und schwierigen Fragestellungen.

  • Gibt es grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit anderen Kollegen?
    Grenzüberschreitende Zusammenarbeit kommt sehr oft vor. Die meisten unserer Mandanten agieren international. Dies führt beispielsweise häufig dazu, dass sie in mehreren Ländern gleichzeitig steuerpflichtig werden. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, müssen sich die Unternehmen dann oft auf Doppelbesteuerungsabkommen berufen. Für die Auslegung dieser Abkommen ist es unerlässlich zu verstehen, wie die beteiligten Länder ihre Besteuerungsrechte ausüben. Daher sind wir bei grenzüberschreitenden Sachverhalten oft auf die Aussagen internationaler Partnerkanzleien zum jeweils geltenden Steuerrecht im Ausland angewiesen. Ohne Englisch kommt man hier – wie mittlerweile in vielen Berufen – nicht mehr weiter.

  • Wenn Sie die vergangenen Jahre Revue passieren lassen – würden Sie alles noch einmal genauso machen?
    Sich so früh wie möglich dem Steuerberaterexamen zu stellen empfinde ich auch nachträglich als wichtig, da man nicht so weit von der Lernroutine aus dem Studium weg ist. Auch würde ich mich aufgrund der international herausfordernden und interessanten Mandate immer wieder für eine Einheit wie Luther entscheiden.

Luther